Übersicht

Seit 1925 wur­den mit der Er­schlie­ßung von Braun­koh­len­la­ger­stät­ten in Mit­tel­deutsch­land über 50.000 Men­schen um­ge­sie­delt, mehr als 7.000 da­von im Zeitz-Weißenfelser Braunkohlenrevier.

An­fang der 1940er Jah­re be­gan­nen die Ar­bei­ten in den bei­den Ta­ge­bau­en Pir­kau und Profen. Die Fol­ge war, dass im Lau­fe von fünf Jahr­zehn­ten 15 Ort­schaf­ten der Koh­le­för­de­rung wei­chen muss­ten, für de­ren wirt­schaft­li­che und so­zia­le Ent­wick­lung die Braun­koh­le zu­vor rund 100 Jah­re lang den Aus­schlag gab – die Dör­fer Pir­kau, Stönt­zsch, Mutschau, Köt­tichau, Döb­ris, Queis­au, Stein­grim­ma, Do­ber­gast, Schwer­zau, Bö­sau, Gru­nau, De­u­men, Dom­sen, Möd­nitz, Groß­grim­ma. Die­se wer­den in den Wan­del­gän­gen dargestellt.

Ih­re Be­woh­ner muss­ten ihr ge­wohn­tes Um­feld ver­las­sen und ver­trau­te Le­bens­wel­ten auf­ge­ben. Sie ver­lo­ren ihr Zu­hau­se und ih­re nach­bar­schaft­li­chen Be­zie­hun­gen. Fa­mi­liä­re Struk­tu­ren ver­än­der­ten sich oder lös­ten sich auf. All das brach­te gro­ße Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Man­che pro­tes­tier­ten, we­ni­ge re­si­gnier­ten. Vie­le je­doch be­grif­fen es als Chan­ce, neu an­zu­fan­gen und ak­tiv ih­re neue Hei­mat mitzugestalten.

Ortschaft

Jahr Umsiedlung

Einwohner

vorwiegend Übersiedlung nach

Pirkau

Mutschau

Köttichau

Stöntzsch

Döbris

Queisau

Steingrimma

Dobergast

Schwerzau

Grunau

Deumen

Domsen

Mödnitz

Großgrimma

Bösau

1947/48

1956/57

1961/63

1962/65

1967

1980

1980/81

1983/84

1992/93

1998

1998

1998

1998

1998

1998

342

1.033

700

750

615

187

178

285

39

104

157

173

65

224

86

Theißen, Neupirkau

Hohemmölsen, Zeitz

Hohemmölsen, Zeitz

Pegau

Hohemmölsen, Zeitz

Hohemmölsen, Zeitz

Hohemmölsen, Zeitz

Hohemmölsen, Zeitz

Draschwitz

Hohemmölsen, Zeitz

Hohemmölsen, Zeitz

Hohemmölsen, Zeitz

Hohemmölsen, Zeitz

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